Giraffe Hanck im Zoo Wilhelma: Wir übernehmen Tierpatenschaft

Auch wir möchten unseren Beitrag zum Artenschutz leisten und haben uns dafür entschieden eine Tierpatenschaft mit dem Zoologisch-Botanischen Garten Wilhelma einzugehen.

Der Zoo Wilhelma

Wilhelma ist der einzige zoologisch-botanische Garten in Deutschland. Er wurde 1846 anlässlich der Hochzeit des Kronprinzen Karl mit der Zarentochter Olga Nikolajewna eingeweiht und war vorerst als privater Rückzugsort für den König angelegt.

Erst ab 1880 wurde der Park nach und nach für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Zooteil des Parks entstand erst nach 1945 und ist die heutige Hauptattraktion der Wilhelma.

Die historische Parkanlage der Wilhelma erstreckt sich über rund 30 Hektar. Zu der Anlage gehört der alte königliche Park Wilhelms I, dieser stammt aus der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts.  Zum alten königlichen Park gehören auch einige historische Gebäude im maurischen Stil. Diese Teile des Parks stehen in ihrer Gesamtheit als besonders wertvolles Kulturdenkmal unter Schutz und zählen zu dem historischen Erbe des Bundeslandes Baden-Württemberg.

Die Wilhelma beherbergt an die 11000 Tiere aus etwa 1200 Arten. Sie ist damit einer der artenreichsten Zoos in Deutschland und der ganzen Welt. Außerdem kann man sich an 8500 verschiedenen Pflanzenarten in dem historischen Park und den Gewächshäusern der Wilhelma erfreuen.  Die Wilhelma nimmt mit der „Wilhelmaschule“ ihren Bildungsauftrag sehr ernst. Das Team aus Biologen, Botanikern und Zoologen ergänzt die theoretischen Lerninhalte aus den Schulen um Erfahrungen mit lebenden Objekten und vermitteln so gelerntes anschaulich und Erlebnis-orientiert.  Die Wilhelmaschule bietet spannende und lehrreiche Führungen für Kindergärten, Schulklassen und sogar Studentengruppen an. Für den maximalen Lernerfolg und individuelle Betreuung werden die Führungen in kleinen Gruppen angeleitet.

Artenschutz

Die Wilhelma engagiert sich stark im Natur- und Artenschutz.  So züchtet sie bedrohte Arten, unterstützt Wiederauswilderungsprojekte, nimmt an den Artenschutzkampagnen der EAZA teil und unterstützt darüber hinaus rund zwanzig weitere Artenschutzprojekte mit dem im März 2019 eingeführten Artenschutzeuro. Der Artenschutz bedrohter Tierarten gestaltet sich nicht leicht. Insbesondere in Entwicklungsländern werden die Tiere von der meist sehr armen Bevölkerung gejagt. Viele glauben, dass ihr Fleisch oder ihre Knochen sich zu Wunderheilmitteln verarbeiten lassen. Zu entsprechend hohen Preisen werden Haut und Fleisch gehandelt, was einen starken Anreiz für Wilderer bietet.  In ihren Natürlichen Lebensräumen sind die Tiere deshalb stark in Gefahr. Das Überführen insbesondere größerer Tiere wie Elefanten und Giraffen in europäische Zoos ist aber mit erheblichen Kosten verbunden für die Zoos aus ihrem eigenen Haushalt oft nicht zu finanzieren.

Tierpatenschaften

Im Rahmen einer Tierpatenschaft erklärt sich ein Mensch dazu bereit, eine Fürsorgepflicht für ein Tier zu übernehmen und für dessen Unterkunft, Nahrung und medizinische Versorgung aufzukommen. Es ist auch möglich, dass mehrere Paten gemeinsam ein Tier versorgen. Anbieter für Tierpatenschaften sind neben Zoos vor allem Tierheime und Wildparks. Auch große Umweltschutzverbände wie der WWF bieten sie an. Es wird ein Vertrag zwischen der betreuenden Organisation und dem Paten geschlossen, in welchem der Patenschaftszeitraum und die Höhe der Spende an das Tier genannt wird.  Der Vertrag kann innerhalb einer bestimmten Frist gekündigt werden. Normalerweise besteht der Patenschaftsvertrag auch nach Vermittlung des Tieres an eine andere Organisation oder einen möglichen Tod hinaus. Dann wird der Vertrag auf ein anderes Tier übertragen. Dieses kann bereits Voraus festgelegt werden. Viele Prominente wie zum Beispiel Stefan Raab und Wilfried Schmickler halten eine Tierpatenschaft.

Beitrag der Firma Klingbeil

Auch wir möchten unseren Beitrag zum Artenschutz leisten, damit unsere Kinder und Enkelkinder diese Welt noch genauso erleben können wie wir. Dies tun wir mit einer Tierpatenschaft. Im Rahmen dieser Tierpatenschaft übernehmen wir die Fürsorge für den Giraffenbullen Hanck. Er ist das größte Tier im Zoo Wilhelma. Nachdem 2019 die Giraffenkuh Kiburi unerwartet an Krebs verstorben ist, halten wir es für wichtig den Giraffen-Bestand des Zoos zu sichern und perspektivisch zu erweitern. Wir möchten vor allem Kindern und Schülern in Stuttgart die Möglichkeit geben, eine möglichst große Artenvielfalt zu erleben. Wir wollen ins Bewusstsein rufen, welchen Bedrohungen viele Arten, insbesondere die Giraffen ausgesetzt sind.

Giraffen

Haben Sie schon einmal eine Giraffe in freier Wildbahn erlebt? Nein? Kein Wunder! Giraffen werden schon immer durch den Menschen bedrängt. Bereits im 7 Jahrhundert n. Chr. wurden die Bestände nördlich der Sahara ausgerottet. Seit 2016 stehen Giraffen auf der Liste gefährdeter Tierarten. Nur noch knapp 100 000 Giraffen streifen freilebend durch die afrikanischen Savannen. Die Zahl der Giraffen nahm während der letzten 30 Jahre um ganze 40% ab. Eine Besorgniserregende Entwicklung und für uns ein Grund mehr für die Patenschaft mit dem Zoologisch-botanischen Garten Wilhelma und dem Giraffenbullen Hanck.

Giraffen besonders gefährdet, da sie quasi keine Möglichkeit haben sich gegen Menschen zu verteidigen. Als reine Vegetarier ernähren sie sich von Blättern des Akazienbaums. Mit ihrem bis zu 2m langen Hals gelangen die Giraffen gut an die Baumwipfel heran. Männliche Giraffen werden bis zu 6m groß und sind durchschnittlich 1600kg schwer. Giraffen-Kühe erreichen eine Höhe von bis zu 4,5m und ein durchschnittliches Gewicht von 830kg. Zunge und Lippen der Giraffen sind mit einer starken Hornhaut ausgestattet, sodass sie trotz dornigen Ästen die Blätter des Akazienbaumes fressen können. Über die Blätter nehmen Giraffen auch die meiste Flüssigkeit zu sich. Sie trinken nur sehr selten. Zum Trinken müssen sie die vorderen Beine weit auseinanderspreizen und sich tief zum Wasser herunterbeugen. Auf diese Weise können sie auch Nahrung vom Boden aufnehmen, was sie aber nur in Ausnahmesituationen tun. Giraffen verfügen über ein einzigartiges Kühlsystem: da die Tiere in der Savanne nur selten Schatten finden können, werden die bei ihnen die außen liegende Gewebe-Schichten stärker durchblutet. Die Flecken der Giraffen werden mit zunehmendem Alter immer dunkler. Allerdings geschieht dies bei jeder Giraffe unterschiedlich schnell, sodass Tiere gleichen Alters unterschiedlich stark gefärbt sein können.

Auch das Sozialverhalten der Giraffen ist durchaus interessant. Giraffen leben in losen Gruppen oder sind Einzelgänger. Die Weibchen leben fast immer in Gruppen von mindestens vier Individuen zusammen. Die Männchen hingegen sind häufiger Einzelgänger. Bei jüngeren Tieren im Erwachsenenalter kommt gelegentlich zu sogenannten „Junggesellen-Gruppen“. Auch gemischte Gruppen kommen vor.

Giraffen zählen zu den sogenannten Stirnwaffenträgern. Sie besitzen auf dem Kopf zwei kurze herausstehende Hörner, die der Verteidigung dienen. Anders als bisher angenommen gibt es nicht nur eine Spezies von Giraffen. Durch eine neue Genanalyse lassen die Tiere sich nun vier Arten zuordnen. Forscher nutzten spezielle Gewebe-Proben-Pfeile, um an das Genmaterial freilebender Tiere heranzukommen. Man unterscheidet zwischen der Süd-Giraffen (auch Angola-Giraffen), den Massai-Giraffen, den Netz-Giraffen und den Nord-Giraffen. Die Forscher stufen die genetischen Unterschiede der einzelnen Arten etwa wie die zwischen Eis- und Braunbären ein.

Die Entdeckung der genetischen Differenzen könnte auch starke Auswirkungen auf den Artenschutz der Giraffen haben. Da man nun von mehreren Arten ausgeht, weist jede Unterart natürlich deutlich weniger Mitglieder auf. Die biologische Vielfalt der Giraffen ist also stärker bedroht. Das könnte den Tieren einen deutlich höheren Platz in der Liste der bedrohten Tierarten verschaffen. Von den Nord-Giraffen gibt es schätzungsweise nur etwa 4700 Individuen, was die Tiere mit zu den am stärksten gefährdeten Tieren der Welt macht. Um den Bestand der Giraffen zu sichern haben Forscher nun 20 Jungtiere in Uganda eingefangen und auf die andere Seite des Nils befördert. Dort erhoffen sie sich bessere Lebenschancen für die Tiere und wollen eine Neue Population begründen. Im alten Areal der Tiere wurde Öl gefunden. Die Förderarbeiten könnten ihren Lebensraum zerstören.

 

Klingbeil Klebetechnik

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